Oper von Giuseppe Verdi
Libretto von Salvadore Cammarano und Leone Emanuele Bardare nach Antonio García Gutiérrez
Libretto von Salvadore Cammarano und Leone Emanuele Bardare nach Antonio García Gutiérrez
Italienisch mit deutschen und englischen Übertiteln ca. 3 Stunden, eine Pause
Als sich Graf Luna und der Troubadour Manrico nicht nur in einem blutigen Bürgerkrieg als Feinde gegenüberstehen, sondern auch noch in die gleiche Frau verlieben, nimmt eine fatale Tragödie ihren Lauf: Leonora vergiftet sich, Manrico wird von Luna hingerichtet ...
„Er war dein Bruder ... Du bist gerächt, Mutter!“ Azucena
Als sich Graf Luna und der Troubadour Manrico nicht nur in einem blutigen Bürgerkrieg als Feinde gegenüberstehen, sondern auch noch in die gleiche Frau verlieben, nimmt eine fatale Tragödie ihren Lauf: Leonora vergiftet sich, Manrico wird von Luna hingerichtet, der daraufhin erfährt, dass er seinen eigenen, verschollen geglaubten Bruder getötet hat. Manrico war nämlich unerkannt bei Azucena aufgewachsen, die einst mit ansehen musste, wie der alte Graf Luna ihre Mutter auf dem Scheiterhaufen verbrannte. Zutiefst traumatisiert schwor Azucena Rache, entführte den jüngeren Grafensohn, tötete an seiner Stelle aber versehentlich ihr eigenes Kind. Mit seinem Drama El Trovador schrieb Antonio García Gutiérrez 1836 das erfolgreichste und populärste Bühnenwerk der spanischen Romantik. Giuseppe Verdi ließ sich von der düsteren Romanze um Hass und Liebe, Eifersucht und Rache so sehr begeistern, dass er sie ohne Auftrag und damit der Garantie für eine Uraufführung 1849 / 50 zur Grundlage seiner Oper Il Trovatore machte. In ihr fand er das uralte Motiv des Bruderzwistes mit den ihn immer wieder faszinierenden Fragen nach Schicksal, Zufall und innerer Notwendigkeit verschränkt. Aus der bizarren Geschichte verstand er seine Figuren auf äußerst avancierte Weise geradezu herauszumeißeln. An ihren Widersprüchen, ihrem Gefangensein und ihren Sehnsüchten entzündete er seine musikalische Fantasie.
In der Neuinszenierung von Wolfgang Nägele kommt mit Il Trovatore ein existenzielles Drama von unvergleichlicher Wucht auf die Bühne der Staatsoper Hannover — eine Geschichte über die Macht von Traumata und emotionalen Wahnsinn.
Termine und Tickets
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Musikalische Leitung: Masaru Kumakura Graf Luna: Grga Peroš, Leonora: Cristiana Oliveira, Azucena: Alina Dragnea, Manrico: Joseph Dahdah, Ferrando: Shavleg Armasi, Ines: Luisa Müller, Ruiz: Antonio Fernandez Brixis, Ein alter Gitano: Sang-Ho Lee, Ein Bote: Steffen Thole Chor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
So
28
Jun
zum letzten Mal in dieser Spielzeit
Der Troubadour Sonntag, 28. Juni 2026, 18:30 – 21:30 Uhr, Opernhaus
18:30 – 21:30 Uhr, Opernhaus
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Besetzung
Musikalische Leitung: Masaru Kumakura Graf Luna: Grga Peroš, Leonora: Cristiana Oliveira, Azucena: Silvia Beltrami, Manrico: Joseph Dahdah, Ferrando: Shavleg Armasi, Ines: Luisa Müller, Ruiz: Antonio Fernandez Brixis, Ein alter Gitano: Mohsen Rashidkhan, Ein Bote: Steffen Thole Chor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
© Bettina Stöß
© Bettina Stöß
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© Bettina Stöß
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© Bettina Stöß
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© Bettina Stöß
Es herrscht Bürgerkrieg. Auf gegnerischen Seiten stehen sich Graf Luna und der Troubadour Manrico gegenüber. Doch ihr Konflikt ist nicht nur ein politischer, sondern auch persönlicher Natur: Beide lieben Leonora.
Erster Teil: Das Duell
Ferrando berichtet aus dem Haus des Grafen: Lunas jüngerer Bruder García soll als Kleinkind von einer Gitana verhext worden sein, worauf Lunas Vater diese unter großem Beifall des Volkes auf dem Scheiterhaufen hinrichten ließ. Aus Rache habe Azucena, die Tochter der „Zigeunerin“, García entführt und ebenfalls verbrannt. Graf Luna sucht seither nach der Mörderin seines Bruders. Von deren Mutter behauptet man, sie geistere in Vogelgestalt umher und verschrecke die Menschen. Leonora gesteht ihrer Freundin Ines ihre Liebe zu Manrico, der seit mehreren Nächten seine Sehnsucht zu ihr besingt. Graf Luna lauert den Liebenden auf. Als Leonora in der Dunkelheit dem Grafen in die Arme läuft und diesen für Manrico hält, eskalieren Eifersucht und Misstrauen in einem Duell. Manrico besiegt mit Leonoras Unterstützung den Grafen, bringt es aber nicht über sich, ihn zu töten, und wird auf der Flucht von Luna verwundet.
Zweiter Teil: Die Gitana
Eine Reisegruppe amüsiert sich auf einem Ausflug in die Berge mit alten „Zigeunerliedern“. Manrico kehrt nach Hause zurück. In Azucena vermischen sich die aktuellen Krisenberichte mit ihren Erinnerungen an die Hinrichtung ihrer Mutter. Sie erzählt Manrico, wie sie den Sohn des Grafen entführte, um ihn aus Rache zu verbrennen. Von Schmerz und Wahnsinn überwältigt habe sie jedoch ihr eigenes Kind ins Feuer gestoßen. Manrico beginnt, an seiner Herkunft zu zweifeln. Azucena weicht seinen Fragen aus und fordert ihn auf, Graf Luna zu töten. Ruiz bringt neue Nachrichten: Manrico soll die Verteidigung von Castellor übernehmen. Leonora werde ins Kloster eintreten, da sie Manrico für tot hält. Manrico eilt entsetzt zu ihr. Leonora verabschiedet sich von Ines. Auch Graf Luna, der ebenfalls davon ausgeht, Manrico sei tot, will Leonoras Eintritt ins Kloster verhindern. Es kommt zum Kampf. Luna wird entwaffnet. Manrico flieht mit Leonora nach Castellor.
Dritter Teil: Der Sohn der Gitana
Graf Luna belagert Castellor. Azucena wird als vermeintliche Spionin aufgegriffen. Ferrando erkennt in ihr die Frau, die den Bruder des Grafen verbrannt habe. Azucena wird zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Währenddessen schwören sich Manrico und Leonora in einer improvisierten Hochzeit ewige Treue. Als Manrico von Azucenas Gefangennahme erfährt, beschließt er, sie zu retten.
Vierter Teil: Die Hinrichtung
Manricos Befreiungsversuch ist gescheitert. Gemeinsam mit Azucena erwartet er den Tod. Leonora fleht Graf Luna um Gnade an. Als dieser ablehnt, bietet sie sich selbst als Preis für das Leben Manricos. Der Graf sieht sich am Ziel seiner Wünsche und willigt ein – doch Leonora nimmt heimlich Gift. Azucena wird von düsteren Visionen gequält. Manrico tut alles, um sie zu beruhigen. Beide träumen von ihrem alten Leben. Leonora versucht, Manrico zur Flucht zu bewegen. Weil sie ihn jedoch nicht begleiten will, glaubt er, dass sie ihn betrogen habe. Erst als Leonora stirbt, begreift er, dass sie sich für ihn geopfert hat. Graf Luna tötet Manrico. Von Azucena erfährt er erst jetzt die Wahrheit: Manrico war der totgeglaubte García. Luna hat seinen eigenen Bruder getötet.
Erster Teil: Das Duell
Ferrando berichtet aus dem Haus des Grafen: Lunas jüngerer Bruder García soll als Kleinkind von einer Gitana verhext worden sein, worauf Lunas Vater diese unter großem Beifall des Volkes auf dem Scheiterhaufen hinrichten ließ. Aus Rache habe Azucena, die Tochter der „Zigeunerin“, García entführt und ebenfalls verbrannt. Graf Luna sucht seither nach der Mörderin seines Bruders. Von deren Mutter behauptet man, sie geistere in Vogelgestalt umher und verschrecke die Menschen. Leonora gesteht ihrer Freundin Ines ihre Liebe zu Manrico, der seit mehreren Nächten seine Sehnsucht zu ihr besingt. Graf Luna lauert den Liebenden auf. Als Leonora in der Dunkelheit dem Grafen in die Arme läuft und diesen für Manrico hält, eskalieren Eifersucht und Misstrauen in einem Duell. Manrico besiegt mit Leonoras Unterstützung den Grafen, bringt es aber nicht über sich, ihn zu töten, und wird auf der Flucht von Luna verwundet.
Zweiter Teil: Die Gitana
Eine Reisegruppe amüsiert sich auf einem Ausflug in die Berge mit alten „Zigeunerliedern“. Manrico kehrt nach Hause zurück. In Azucena vermischen sich die aktuellen Krisenberichte mit ihren Erinnerungen an die Hinrichtung ihrer Mutter. Sie erzählt Manrico, wie sie den Sohn des Grafen entführte, um ihn aus Rache zu verbrennen. Von Schmerz und Wahnsinn überwältigt habe sie jedoch ihr eigenes Kind ins Feuer gestoßen. Manrico beginnt, an seiner Herkunft zu zweifeln. Azucena weicht seinen Fragen aus und fordert ihn auf, Graf Luna zu töten. Ruiz bringt neue Nachrichten: Manrico soll die Verteidigung von Castellor übernehmen. Leonora werde ins Kloster eintreten, da sie Manrico für tot hält. Manrico eilt entsetzt zu ihr. Leonora verabschiedet sich von Ines. Auch Graf Luna, der ebenfalls davon ausgeht, Manrico sei tot, will Leonoras Eintritt ins Kloster verhindern. Es kommt zum Kampf. Luna wird entwaffnet. Manrico flieht mit Leonora nach Castellor.
Dritter Teil: Der Sohn der Gitana
Graf Luna belagert Castellor. Azucena wird als vermeintliche Spionin aufgegriffen. Ferrando erkennt in ihr die Frau, die den Bruder des Grafen verbrannt habe. Azucena wird zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Währenddessen schwören sich Manrico und Leonora in einer improvisierten Hochzeit ewige Treue. Als Manrico von Azucenas Gefangennahme erfährt, beschließt er, sie zu retten.
Vierter Teil: Die Hinrichtung
Manricos Befreiungsversuch ist gescheitert. Gemeinsam mit Azucena erwartet er den Tod. Leonora fleht Graf Luna um Gnade an. Als dieser ablehnt, bietet sie sich selbst als Preis für das Leben Manricos. Der Graf sieht sich am Ziel seiner Wünsche und willigt ein – doch Leonora nimmt heimlich Gift. Azucena wird von düsteren Visionen gequält. Manrico tut alles, um sie zu beruhigen. Beide träumen von ihrem alten Leben. Leonora versucht, Manrico zur Flucht zu bewegen. Weil sie ihn jedoch nicht begleiten will, glaubt er, dass sie ihn betrogen habe. Erst als Leonora stirbt, begreift er, dass sie sich für ihn geopfert hat. Graf Luna tötet Manrico. Von Azucena erfährt er erst jetzt die Wahrheit: Manrico war der totgeglaubte García. Luna hat seinen eigenen Bruder getötet.
- Musikalische Leitung Masaru Kumakura
- Inszenierung Wolfgang Nägele
- Bühne Lisa Däßler
- Kostüme Irina Spreckelmeyer
- Licht Holger Klede
- Video Clemens Heidrich
- Chor Lorenzo Da Rio
- Dramaturgie Anne do Paço
- Xchange Matthias Brandt
- Graf Luna Grga Peroš
- Leonora Cristiana Oliveira
- Azucena Alina Dragnea / Silvia Beltrami
- Manrico Joseph Dahdah
- Ferrando Shavleg Armasi
- Ines Luisa Müller
- Ruiz Antonio Fernandez Brixis
- Ein alter Gitano Sang-Ho Lee / Mohsen Rashidkhan
- Ein Bote Steffen Thole
- Chor der Staatsoper Hannover
- Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Öffentliche Probe
Rund eine Woche vor den Opernpremieren öffnen wir eine Probe auf der Opernbühne für Publikum: Beteiligte der Produktion informieren Sie über die Inszenierung, den Arbeitsstand und die besonderen Herausforderungen der Produktion, bevor die Probenarbeit direkt verfolgt werden kann.
Rund eine Woche vor den Opernpremieren öffnen wir eine Probe auf der Opernbühne für Publikum: Beteiligte der Produktion informieren Sie über die Inszenierung, den Arbeitsstand und die besonderen Herausforderungen der Produktion, bevor die Probenarbeit direkt verfolgt werden kann.
Die Staatsoper Hannover möchte über sensible Inhalte und sensorische Reize einzelner Produktionen informieren. Mit solchen Informationen möchten wir ein Bewusstsein dafür schaffen, dass bestimmte Inhalte – vor allem, wenn sie unvorbereitet aufkommen – ggf. verletzend, überfordernd oder sogar triggernd sein können.
Da solche Auslöser sehr individuell sind, erheben wir keinen Anspruch darauf, allen potenziellen Reizen vorbeugen zu können. Unserer Meinung nach erwähnungswürdige Inhalte, vor allem aufgrund inszenatorischer Besonderheiten, finden Sie hier aufgelistet:
- Die Inszenierung thematisiert unbewältigte Traumata und Verfolgung von Minderheiten.
- Es kommen Waffen zum Einsatz und im 1. sowie 2. Akt fallen Schüsse.
Bei spezifischen Fragen zu Inhalten und Darstellungsweisen wenden Sie sich gerne an die Mitarbeiter:innen unserer Vermittlungsabteilung Xchange unter xchange@staatstheater-hannover.de
Da solche Auslöser sehr individuell sind, erheben wir keinen Anspruch darauf, allen potenziellen Reizen vorbeugen zu können. Unserer Meinung nach erwähnungswürdige Inhalte, vor allem aufgrund inszenatorischer Besonderheiten, finden Sie hier aufgelistet:
- Die Inszenierung thematisiert unbewältigte Traumata und Verfolgung von Minderheiten.
- Es kommen Waffen zum Einsatz und im 1. sowie 2. Akt fallen Schüsse.
Bei spezifischen Fragen zu Inhalten und Darstellungsweisen wenden Sie sich gerne an die Mitarbeiter:innen unserer Vermittlungsabteilung Xchange unter xchange@staatstheater-hannover.de