mit einem Prolog von Hendrik Bolz
Premiere 11.09.2026
2 Std. 50 Min., mit PauseWer ist tot am Ende des berühmtesten Theaterstücks aller Zeiten? Nicht die Alten – die Jungen. Romeo und Julia. Schon wieder? Zwei sehr junge Menschen, die sich unsterblich verlieben und am Ende, ausgelöst durch eines der folgenschwersten ...
Wer ist tot am Ende des berühmtesten Theaterstücks aller Zeiten? Nicht die Alten – die Jungen. Romeo und Julia. Schon wieder? Zwei sehr junge Menschen, die sich unsterblich verlieben und am Ende, ausgelöst durch eines der folgenschwersten Missverständnisse der Theatergeschichte, beide sterben. Eine bekannte Tragödie, fast ein Mythos. Doch gerät Entscheidendes leicht aus dem Blick: Julia wird vierzehn Jahre alt. Vierzehn, als sie verheiratet werden soll, vierzehn, als sie sich gegen den Willen ihrer Eltern stellt, vierzehn, als sie sich für Romeo entscheidet. Auch Romeo ist nur wenig älter. Wo sind ihre Eltern? Sie sind beschäftigt. Gefangen in ihren Konflikten, Regeln, einer alten Feindschaft, deren Ursprung kaum noch jemand benennen kann.
Genau hier setzt Lena Braschs Inszenierung an. Sie verschiebt den Blick von der romantischen Liebestragödie auf das System, das diese Liebe von Anfang an unter Druck setzt. Wie kaputt ist eine Welt, in der Erwachsene den Tod ihrer Kinder herbeiführen, weil sie nicht wahrnehmen, was ihre Kämpfe, Erwartungen, Herrschaftsansprüche anrichten? Was hinterlässt diese Generation der nächsten außer Zwietracht und fortgesetzter Gewalt?
Über Lena Brasch
Die Regisseurin Lena Brasch fordert mit ihren Inszenierungen die Grenzen des traditionellen Theaterkanons heraus. Bekannt wurde sie durch Stücke über popkulturelle Phänomene wie den am Berliner Ensemble entstandenen Abend „It’s Britney, Bitch!“. Die Inszenierung wurde international besprochen und 2022 zum Festival „Radikal jung“ eingeaden. 2019 wurde Lena Brasch von der ZEIT als eine der „100 wichtigsten jungen Ostdeutschen“ ausgezeichnet und zu jenen „ostdeutschen Künstler*innen, die die Republik verändern könnten“, gezählt. In der Spielzeit 25/26 inszenierte sie erstmals am Schauspiel Hannover: „Ein wenig Licht. Und diese Ruhe.“ sowie „Gewässer im Ziplock“.
Wer ist tot am Ende des berühmtesten Theaterstücks aller Zeiten? Nicht die Alten – die Jungen. Romeo und Julia. Schon wieder? Zwei sehr junge Menschen, die sich unsterblich verlieben und am Ende, ausgelöst durch eines der folgenschwersten ...
Wer ist tot am Ende des berühmtesten Theaterstücks aller Zeiten? Nicht die Alten – die Jungen. Romeo und Julia. Schon wieder? Zwei sehr junge Menschen, die sich unsterblich verlieben und am Ende, ausgelöst durch eines der folgenschwersten Missverständnisse der Theatergeschichte, beide sterben. Eine bekannte Tragödie, fast ein Mythos. Doch gerät Entscheidendes leicht aus dem Blick: Julia wird vierzehn Jahre alt. Vierzehn, als sie verheiratet werden soll, vierzehn, als sie sich gegen den Willen ihrer Eltern stellt, vierzehn, als sie sich für Romeo entscheidet. Auch Romeo ist nur wenig älter. Wo sind ihre Eltern? Sie sind beschäftigt. Gefangen in ihren Konflikten, Regeln, einer alten Feindschaft, deren Ursprung kaum noch jemand benennen kann.
Genau hier setzt Lena Braschs Inszenierung an. Sie verschiebt den Blick von der romantischen Liebestragödie auf das System, das diese Liebe von Anfang an unter Druck setzt. Wie kaputt ist eine Welt, in der Erwachsene den Tod ihrer Kinder herbeiführen, weil sie nicht wahrnehmen, was ihre Kämpfe, Erwartungen, Herrschaftsansprüche anrichten? Was hinterlässt diese Generation der nächsten außer Zwietracht und fortgesetzter Gewalt?
Über Lena Brasch
Die Regisseurin Lena Brasch fordert mit ihren Inszenierungen die Grenzen des traditionellen Theaterkanons heraus. Bekannt wurde sie durch Stücke über popkulturelle Phänomene wie den am Berliner Ensemble entstandenen Abend „It’s Britney, Bitch!“. Die Inszenierung wurde international besprochen und 2022 zum Festival „Radikal jung“ eingeaden. 2019 wurde Lena Brasch von der ZEIT als eine der „100 wichtigsten jungen Ostdeutschen“ ausgezeichnet und zu jenen „ostdeutschen Künstler*innen, die die Republik verändern könnten“, gezählt. In der Spielzeit 25/26 inszenierte sie erstmals am Schauspiel Hannover: „Ein wenig Licht. Und diese Ruhe.“ sowie „Gewässer im Ziplock“.
Termine und Tickets
Romeo und Julia Mittwoch, 30. September 2026, 19:30 – 22:20 Uhr, Schauspielhaus
Romeo und Julia Dienstag, 06. Oktober 2026, 19:30 – 22:20 Uhr, Schauspielhaus
Romeo und Julia Freitag, 16. Oktober 2026, 19:30 – 22:20 Uhr, Schauspielhaus
Romeo und Julia Freitag, 23. Oktober 2026, 19:30 – 22:20 Uhr, Schauspielhaus
Romeo und Julia Samstag, 14. November 2026, 19:30 – 22:20 Uhr, Schauspielhaus
Romeo und Julia Dienstag, 01. Dezember 2026, 19:30 – 22:20 Uhr, Schauspielhaus
Romeo und Julia Freitag, 15. Januar 2027, 19:30 – 22:20 Uhr, Schauspielhaus
- Inszenierung Lena Brasch
- Bühne studio dietrich&winter
- Kostüm Maja Lipinski
- Musik Wenzel Krah, Paul Eisenach
- Video Elias Asisi
- Choreografie Zarina Stahnke
- Licht Oliver Hisecke, Maren Zeiss
- Dramaturgie Mira Gebhardt, Valerie Göhring
- Chorarrangement und Gesang Fee-Aviv Dubois
- Choraufnahmen Kinderchor der Staatsoper Hannover
- Julia Frida Lang
- Romeo Jonathan Stolze
- Lady Capulet Johanna Bantzer
- Sir Montague Jirka Zett
- Lorenzo Ann Ayano
- Mercutio William Cooper
- Benvolio Jonathan Eduardo Brito
- Amme Anne Kulbatzki
- Paris Meryem Öz
- Tybalt Mohamed Achour
- Prolog Ada Casabianchi
- Prolog Luisa Oepen
„Frida Langs Julia und Jonathan Stolzes Romeo sind trotz gefährdeter Liebe hinreißend leichtfüßig und kompromisslos unterwegs. […] Wenn die Worte schweigen, singen die beiden: Lang rettet sich in ein schrammeliges Fuffifufzich-Gitarrensolo, Stolze klimpert so lange auf dem Klavier, bis er tief unten James Blake findet. Und dann singen sie den Scherben-Song im Duett, was wirklich ein sehr magischer Theatermoment ist, weil die Musik nicht nur untermalt, sondern erzählt. […] Braschs Inszenierung zeigt das Liebespaar als Utopie in einer Welt, die von Beton zermalmt wird. Sie scheut dafür kein Pathos. Sehnsuchtsvoll will dieser Abend in jeder Pore sein.“
Der Freitag
„[E]in sehr toller Abend, von einem tollen Ensemble gespielt, dramaturgisch behutsam austariert zwischen präzisen Charakterzeichnungen, oft derbem Witz und, ja doch, nicht wenig Romantik.“
nachtkritik.de
„Brasch und ihre Dramaturginnen Mira Gebhardt und Valerie Göhring haben breite popkulturelle Schneisen in den Stoff geschlagen, sprachlich, musikalisch und voller Anspielungen […]
Diese ,Romeo und Julia‘-Inszenierung ist zeitgemäß, ist bildgewaltig, spielstark und niederschmetternd in ihrem Blick auf die Gegenwart – und findet am Moment am Ende doch einen utopischen Moment.
Der Traum ist aus. Aber Brasch und ihr Team haben alles gegeben, damit er Theaterwirklichkeit wird.“
Hannoversche Allgemeine Zeitung
„Jonathan Stolze als Romeo und Frida Lang als Julia sind ein hinreißendes Liebespaar, er mit den hängenden Schultern eines Britpopnerds, sie mit einer unverdorbenen Klarheit im Blick, die das Leben noch nicht getrübt hat. […] Die tödliche Konkurrenz der Familien Montagues und Capulets wird in der Setzung dieser Inszenierung zu einer Art Nachbarschaftszwist verzwergt und zugleich ins Intimste vergrößert. Romeos Vater (Jirka Zett) und Julias Mutter (Johanna Bantzer) treten auf als schratiger Maulheld und wohlstandsverwahrlostes Flintenweib.“
Neue Presse
Mit freundlicher Unterstützung