von Sibylle Berg
Premiere 26.09.2025
ca. 1 Std. 30 Min., keine PauseEin Ingenieur denkt über die Herausforderungen der modernen Existenz nach — über das alltägliche Aufwachen in einer Gesellschaft, in der sogar der Himmel Google gehört und bewaffnete Konflikte zur Tagesordnung zählen. Wobei, solange sie ...
Ein Ingenieur denkt über die Herausforderungen der modernen Existenz nach — über das alltägliche Aufwachen in einer Gesellschaft, in der sogar der Himmel Google gehört und bewaffnete Konflikte zur Tagesordnung zählen. Wobei, solange sie nicht das eigene Viertel, die eigene Stadt oder eventuell noch das eigene Land betreffen, verschwinden sie nach zwei Tagen aus der flackernden Aufmerksamkeit. Und seien wir ehrlich: Wenn man nicht einmal die Flaggen der betroffenen Länder kennt, um sie solidarisch zu posten, kann es ja so schlimm nicht sein?!
Zwischen Horror und Humor erkundet Sibylle Berg, eine der bekanntesten Schriftstellerinnen und Theaterautorinnen im deutschsprachigen Raum, die dystopisch anmutenden Abgründe unserer Gegenwart. Gespielt wird dieser Ingenieur von der Schauspielerin Katja Riemann, einer langjährigen künstlerischen Weggefährtin von Autorin Sibylle Berg, die bereits in deren Erfolgsstück „Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden“ am Berliner Gorki Theater zu sehen war. Sibylle Berg selber ist mit ihrer Stimme ebenfalls Teil der Inszenierung.
Regie
Die Regisseurin Lena Brasch, 1993 in Berlin-Pankow geboren, fordert mit ihren Inszenierungen die Grenzen des traditionellen Theaterkanons heraus. Bekannt wurde sie durch Stücke über popkulturelle Phänomene wie den am Berliner Ensemble entstandenen Abend „It’s Britney, Bitch!“. Die Inszenierung wurde international in etlichen Medien besprochen und 2022 zum Festival „Radikal jung“ eingeladen. 2019 wurde Lena Brasch von der ZEIT als eine der „100 wichtigsten jungen Ostdeutschen“ ausgezeichnet und zu jenen „ostdeutschen Künstler*innen, die die Republik verändern könnten“, gezählt.
Termine und Tickets
Ein wenig Licht. Und diese Ruhe. Mittwoch, 08. April 2026, 19:30 – 21:00 Uhr, Schauspielhaus
Ein wenig Licht. Und diese Ruhe. Sonntag, 12. April 2026, 19:00 – 20:30 Uhr, Schauspielhaus
Ein wenig Licht. Und diese Ruhe. Samstag, 25. April 2026, 20:30 – 22:00 Uhr, auswärts
- Inszenierung Lena Brasch
- Bühne studio dietrich&winter
- Kostüm Eleonore Carrière
- Licht Maren Zeiss, Marie-Luise Fieker
- Dramaturgie Yunus Ersoy
- Mit Katja Riemann
- Live-Musik Pascal Ritter
„(…) [Katja Riemann] macht das unglaublich gut. Sie lässt das Stück funkeln und glänzen, sie macht kleine Sätze groß (...). Sie schafft es, dass nur das komisch wirkt, was auch komisch wirken soll. (…) Ganz souverän und unangestrengt spielt sie das Spiel mit Gegensätzen. Sie ist mal mädchenhaft, mal mütterlich, mal müde, mal gehetzt, mal murmelt sie die Berg-Predigt so, dass kaum etwas zu verstehen ist, dann wird sie wieder überdeutlich. Mal ist sie lässig, dann wieder verzweifelt.“ Hannoversche Allgemeine Zeitung
„Katja Riemann im Zentrum macht ihr ganz eigenes Theater. Dass das so unterhaltsam ist, liegt auch an der klugen Regie von Lena Brasch. Ihr gelingt es, Bewegung in die Bunkergeschichte zu bringen.“ Neue Presse
„Riemann (..) hat ihren Spaß mit diesem Text, trägt gut gelaunt und mit großer Bandbreite mal augenzwinkernd vor, mal ernst, gegen Ende auch brüllend, während sie gegen die Bühnenwände schlägt oder Wasserkanister durch die Gegend kickt.“ nachtkritik.de