Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Die Geschichte des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover reicht bis in das Jahr 1636 zurück: Mitten im Dreißigjährigen Krieg gründete Herzog Georg von Calenberg eine Hofkapelle, die zunächst als reines Konzertorchester auftrat. Heinrich Schütz, Agostino Steffani und Georg Friedrich Händel zählten zu den ersten Kapellmeistern. Erst im 19. Jahrhundert wurde aus der Hofkapelle ein Opernorchester. Heinrich Marschner und Hans von Bülow waren hier bedeutende Dirigenten – und Joseph Joachim ein herausragender Konzertmeister. Zu den bedeutenden Generalmusikdirektoren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählten Rudolf Kraselt und Franz Konwitschny. Weitere Dirigenten, die in Hannover wirkten, waren Wilhelm Furtwängler, Otto Klemperer, Hans Knappertsbusch und Ferenc Fricsay. Komponisten wie Franz Schreker, Igor Strawinsky und Paul Hindemith dirigierten in Hannover Aufführungen ihrer eigenen Werke. Nach dem Zweiten Weltkrieg war George Alexander Albrecht mit einer Dienstzeit von 1965 bis 1993 ein besonders prägender Chefdirigent. Seit dem 1. Januar 1970 gehört das Orchester zur Niedersächsischen Staatstheater Hannover GmbH und wird vom Land Niedersachsen als dessen größter Klangkörper finanziert. Das Orchester zählt über 100 Musiker:innen und spielt bei Opernaufführungen sowie Sinfonie- und Sonderkonzerten. Darüber hinaus sind die Musiker:innen bei verschiedenen Kammerkonzerten an externen Spielstätten und im Opernhaus zu erleben. Hinzu kommen Kinder- und Jugendkonzerte. Seit 2026 ist Francesco Angelico der Generalmusikdirektor des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover.